Kindorientierte Offene Pädagogik
Der Alltag in unserem Kindergarten ist durch eine gute Balance von Struktur und Flexibilität gekennzeichnet und an den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet.
Individuelle Interessen im Fokus: Die Kinder werden ermutigt, an Aktivitäten teilzunehmen, die ihren Interessen entsprechen und zu ihrer Entwicklung passen. Neben einer ausgeprägten Freispielzeit werden bewusst Momente für Impulse und geplante Bildungsangebote oder Projekte gesetzt. Bei der Planung und Auswahl dieser Angebote stehen für uns die Bildungsthemen und Wünsche der Kinder im Mittelpunkt.
Lernräume entdecken – offene Pädagogik erleben: Unsere Kita bietet vielfältige Bildungs- und Erfahrungsräume, die unterschiedliche Interessen und Bildungsbereiche ansprechen – wie Kreativität, Bewegung, Rollenspiel oder Forschen. Die Kinder erhalten die Möglichkeit, sich nach ihren Bedürfnissen und Entwicklungsthemen in diesen Räumen auszuprobieren und werden dabei von den pädagogischen Fachkräften individuell begleitet. Die Fachkräfte in unseren Einrichtungen nehmen die Interessen der Kinder aufmerksam wahr. Auf der Grundlage individueller Beobachtungen geben sie Impulse, regen zum Denken und Entdecken an und vertrauen darauf, dass Kinder aus eigener Motivation heraus lernen wollen.
Selbstbestimmte Esskultur: Im Rahmen einer ausgewogenen Mahlzeitengestaltung haben die Kinder die Möglichkeit, aus dem angebotenen Essen auszuwählen. Sie werden ermutigt, auf ihr eigenes Sättigungsgefühl zu achten und Essgewohnheiten zu entwickeln, die zu einem gesunden Umgang mit Nahrung beitragen – stets begleitet von aufmerksamen pädagogischen Fachkräften.
Individuelle Ruhephasen: Schlafen ist keine Pflicht. Die Kinder gestalten ihre Ruhezeiten je nach Bedürfnis – sei es durch Schlaf, stilles Spiel oder alternative Beschäftigung.
Lernen in sozialen Gruppen
Kinder schließen sich im Laufe des Tages in wechselnden Gruppen zusammen – aus eigenem Antrieb und nach gemeinsamen Interessen. Diese Gruppen bieten vielfältige Gelegenheiten, soziale Rollen zu erproben, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte zu bewältigen und voneinander zu lernen. Dabei achten die pädagogischen Fachkräfte darauf, stabile Beziehungen zu und zwischen den Kindern aufzubauen und sie achtsam bei allen Prozessen zu begleiten.
Über gezielte Impulse der Fachkräfte entstehen zudem Angebote, die die individuellen Bildungsthemen der Kinder in Gruppenprozessen aufgreifen und vertiefen.
Individualität im sozialen Miteinander
Bei uns wird jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit gesehen. Die Balance zwischen dem Ich und dem Wir ist dabei zentral: Kinder lernen, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse mit denen anderer abzugleichen – respektvoll, achtsam und gemeinschaftlich. So wird eine offene Pädagogik zum Lernfeld für Demokratie, Teilhabe und Zusammenleben.
Rahmen trotz Offenheit
Unsere kindorientierte, offene Pädagogik vereint Offenheit, Flexibilität und Individualisierung mit verlässlichen Strukturen. Transparent gestaltete Tagesabläufe, gemeinsam entwickelte Regeln und ein strukturierter Rahmen geben den Kindern Sicherheit und Orientierung. So entsteht ein verlässliches Umfeld, in dem sie sich frei bewegen, ausprobieren und individuell wachsen können.
Der Text enthält Auszüge aus unserer Fröbel-Rahmenkonzeption, die einen allgemeingültigen Rahmen für alle unsere Einrichtungen definiert.
Offene Pädagogik
Die pädagogische Arbeit im Fröbel-Kindergarten Sonnenstrahl orientiert sich an den Interessen der Kinder und bezieht sie umfassend in die Gestaltung des Tagesablaufs ein. Alle verfügbaren Räume werden genutzt, um den Kindern vielfältige Spiel- und Lernmöglichkeiten zu bieten und ihre Handlungs- sowie Erfahrungsräume zu erweitern.
Durch die Offene Pädagogik erhalten die Kinder innerhalb eines strukturierten Rahmens mehr Möglichkeiten zur Selbstbestimmung und Beteiligung. Dies unterstützt sie in ihrem Streben nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung. Sie können ihre Spielpartner*innen frei wählen, sich den für sie bedeutsamen Spieltätigkeiten widmen und entsprechend ihren Fähigkeiten lernen, sich selbst zu organisieren.
Bedeutung des Spiels
Neben themenspezifischen, spontanen und wiederkehrenden täglichen Angeboten legen wir in unserem Kindergarten Sonnenstrahl besonderen Wert auf ausreichend Zeit zum Spielen.
Spielen ist die Haupttätigkeit der Kinder. Es stellt einen umfassenden Bildungsprozess dar, der freiwillig und aus eigenem Antrieb geschieht. Im Spiel machen Kinder wichtige soziale Erfahrungen durch selbstgewähltes, eigenständiges und kreatives Handeln. Sie entscheiden selbst, wo, mit wem und was sie spielen möchten. Ebenso bestimmen sie, wie lange und mit welcher Intensität sie spielen.
Wir bieten den Kindern eine Umgebung, die sie herausfordert, ihnen ihre Grenzen aufzeigt, sie neue Wege gehen lässt und dennoch vertraut bleibt – so erhalten sie die nötige Sicherheit, um die Welt zu erkunden. Im Spiel erleben sie sich als autonom und gestalten den Ablauf selbst. Sie müssen sich mit ihren Spielpartner*innen austauschen, sich durchsetzen oder Kompromisse aushandeln. Dabei erwerben sie zahlreiche Fertigkeiten und Fähigkeiten und üben verschiedene Verhaltensweisen ein, die ihre geistige, soziale, kognitive, emotionale, motorische, sprachliche und kreative Entwicklung fördern.
Aus diesem Grund sind Freispielphasen ein fester Bestandteil unseres Alltags und nehmen einen hohen Stellenwert ein.
Tagesablauf
Gerade ein offenes Konzept braucht Struktur. Geregelte Tagesabläufe schenken den Kindern Sicherheit und bestärken sie in ihrem Tun. Ein gut und übersichtlich strukturierter Tagesablauf hilft ihnen, sich zu orientieren und durch diese Routine selbstbewusst den Tag zu meistern. Regelmäßig wiederkehrende Abläufe bieten Verlässlichkeit und Geborgenheit. Kinder in der Kinderkrippe und im Kindergarten finden sich so leichter im Tagesgeschehen zurecht und werden zunehmend selbstständiger.
Unser Tagesablauf ist so gestaltet, dass er sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag ausreichend Raum und Zeit für pädagogische Aktivitäten sowie für das Freispiel bietet. Dabei orientiert er sich am biologischen Rhythmus der Kinder. Die Offene Pädagogik und die damit verbundene Altersmischung schaffen zusätzliche Anreize, voneinander und miteinander zu lernen.
Tagesablauf in der Krippe
Vormittagsgestaltung:
7:00 – 7:30 Uhr freies Spiel im Frühdienst (Kiga + Krippe zusammen)
7:30 – 8:00 Uhr Frühstück (Kiga + Krippe zusammen)
ab 8:00 Uhr Trennung Krippe und Kindergarten
8:00 – 9:00 Uhr freies Spiel beide Krippen zusammen
9:00 – 10:30 Uhr freies Spiel in beiden Krippen/ Beschäftigung
Mittagsgestaltung:
10:35 – 11:30 Uhr Mittagszeit
11:30 – 12:00 Uhr Vorbereitung Mittagsruhe
12:00 – 14:00 Uhr Mittagsruhe
Nachmittagsgestaltung:
ab 14:00 Uhr Aufstehzeit / Vesper / freies Spiel
ab 16:00 Uhr freies Spiel beide Krippen zusammen
ab 17:00 Uhr Zusammenlegung Krippe + Kiga, freies Spiel
Tagesablauf im offenen Kindergartenbereich
Vormittagsgestaltung:
Montag / Freitag:
7:00 – 7:30 Uhr freies Spiel im Frühdienst (Kiga + Krippe zusammen)
7:30 – 8:00 Uhr Frühstück (Kiga + Krippe zusammen)
8:00 – 12:30 Uhr freies Spiel / Beschäftigung
Dienstag/Mittwoch/Donnerstag:
7:00 – 7:30 Uhr freies Spiel im Frühdienst (Kiga + Krippe zusammen)
7:30 – 8:00 Uhr Frühstück (Kiga + Krippe zusammen)
8:00 – 12:30 Uhr freies Spiel / Beschäftigung
8:30 – 12:30 Uhr Wandern (maximal 13 Kinder)
Mittagsgestaltung:
11:00 – 13:00 Uhr flexibles Mittagessen
ab 12:00 Uhr Snoezeln / Mittagsruhe / Entspannung im Snoezelraum oder „Leise-Spiel-Zeit“ im Bauzimmer / im Fuchsbau / im Garten
Die Wanderkinder essen, nachdem sie zurück sind und gliedern sich je nach individuellem Bedürfnis den entsprechenden Räumen zu.
Während der Mittagszeit (12:00 -14:00 Uhr) ist keine Abholung der Kinder möglich (bzw. in Ausnahmefällen nur nach vorheriger Absprache).
Nachmittagsgestaltung:
ab 14:00 Uhr Aufstehzeit / flexibles Vesper / freies Spiel
ab 17:00 Uhr Zusammenlegung Krippe + Kiga, freies Spiel
Allgemein
Kinder, die in der Einrichtung frühstücken sollen, sind bitte bis 7:30 Uhr zu bringen. In der Frühstückszeit von 7:30 – 8:00 Uhr werden keine Kinder angenommen. Je nach Wetterlage wird entschieden, ob wir uns vormittags und nachmittags im Freien aufhalten und ob das Wandern stattfindet.